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Der Philodendron bicolor ist eine seltene und noch vergleichsweise wenig verbreitete Philodendron-Art aus dem Norden Perus. Die Art wurde erst 2012 wissenschaftlich beschrieben und gehört damit zu den jüngeren botanisch beschriebenen Vertretern der Gattung Philodendron. In seiner natürlichen Umgebung ist er an die feuchten tropischen Bedingungen Perus angepasst.
Gerade seine geringe Verbreitung in Kultur und sein charakteristisches Erscheinungsbild machen den Philodendron bicolor besonders für Sammler botanischer und ungewöhnlicher Philodendron interessant.
Die Blätter des Philodendron bicolor sind grün und entwickeln eine längliche bis herzförmige beziehungsweise leicht herzförmige Gestalt. Mit zunehmender Reife können die Blätter größer und die charakteristischen Merkmale der Art deutlicher ausgeprägt werden.
Wie bei vielen selten kultivierten botanischen Philodendron kann das Erscheinungsbild juveniler Pflanzen deutlich weniger ausgeprägt sein als bei adulten Exemplaren. Die Pflanze sollte daher nicht ausschließlich anhand einzelner junger Blätter beurteilt werden.
Der Philodendron bicolor besitzt einen kletternden beziehungsweise hemiepiphytischen Wuchs. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung beschreibt kultivierte Exemplare mit einer Höhe von bis zu etwa zwei Metern und langen, drahtigen Wurzeln.
In Kultur eignet sich daher ein Moosstab oder eine andere stabile Rankhilfe, an der sich die Pflanze mit ihren Wurzeln orientieren und vertikal entwickeln kann. Eine geeignete Kletterunterlage unterstützt zudem die Entwicklung zunehmend reiferer Blätter.
Licht: Bevorzugt helles, indirektes Licht. Intensive direkte Mittagssonne sollte vermieden werden.
Temperatur: Warme Bedingungen zwischen etwa 20–28 °C eignen sich für die Kultur gut. Dauerhaft niedrige Temperaturen sollten vermieden werden.
Feuchtigkeit: Als Pflanze aus einem feuchttropischen Lebensraum profitiert der Philodendron bicolor von einer erhöhten Luftfeuchtigkeit. Werte ab etwa 60 %, idealerweise darüber, bieten gute Kulturbedingungen. Seine natürliche Zuordnung zum feuchttropischen Biom ist dokumentiert.
Bewässerung: Das Substrat gleichmäßig leicht feucht halten, dabei Staunässe vermeiden. Vor dem nächsten Gießen darf die obere Substratschicht leicht antrocknen.
Substrat: Ein lockeres, luftiges und gut drainierendes Substrat ist ideal. Besonders geeignet ist das Premium Araceae Substrat für Monstera, Philodendron & Alocasia.
Düngung: Während aktiver Wachstumsphasen regelmäßig und bedarfsgerecht düngen. Bei deutlich reduziertem Wachstum sollte die Düngung entsprechend angepasst werden.
Der Philodendron bicolor lässt sich über Stecklinge mit mindestens einem Nodium vegetativ vermehren. Stecklinge mit bereits vorhandenen Wurzelansätzen bieten besonders gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung.
Die Bewurzelung kann beispielsweise in Sphagnum-Moos, Perlite oder einem geeigneten lockeren Aroid-Substrat erfolgen.
Eine Besonderheit des Philodendron bicolor ist seine noch relativ junge wissenschaftliche Geschichte. Die Art wurde erst 2012 in der Fachzeitschrift Aroideana beschrieben und wird heute von Kew als akzeptierte eigenständige Art geführt.
Damit unterscheidet sich Philodendron bicolor deutlich von vielen Pflanzen, die im Sammlerhandel lediglich unter einem Handels-, Fundort- oder No-ID-Namen verbreitet werden. Philodendron bicolor ist ein gültiger botanischer Artname.
Auch seine bekannte natürliche Verbreitung ist vergleichsweise begrenzt. Kew nennt Nordperu als heimisches Verbreitungsgebiet, wo die Art im feuchttropischen Biom vorkommt.
Der Philodendron bicolor ist im klassischen Zimmerpflanzenhandel nur selten anzutreffen und richtet sich daher besonders an Sammler, die neben bekannten Hybriden und Variegata-Formen auch seltene botanische Philodendron-Arten suchen.
Seine peruanische Herkunft, die vergleichsweise junge wissenschaftliche Beschreibung und seine geringe Verbreitung in Kultur machen den Philodendron bicolor zu einer außergewöhnlichen Ergänzung für spezialisierte Philodendron- und Aroid-Sammlungen.